Anästhesie und Narkose
In der Fachtierarztpraxis Peine wird jede Narkose an die persönlichen Bedürfnisse jedes Patienten angepasst. Die präanästhetische Untersuchung und die darauf abgestimmte Auswahl des Narkoseverfahrens sollen die größtmögliche Sicherheit während des Eingriffs gewährleisten.
Zuständigkeit
- Susann Buchert (Leitung)
- Marie Finke (Leitung)
- Tabea Grobe
- Birte Elisabeth Schulze
Anästhesie in unserer Praxis
Präanästhetische Untersuchung
Die Voruntersuchung gibt unter anderem Informationen über das Allgemeinbefinden des Tieres, eventuelle Vorerkrankungen sowie den Umfang der geplanten Operation. Dabei wird mit den Besitzern besprochen, welche Untersuchungen gegebenenfalls vorab noch notwendig sind, beispielsweise:
- eine eingehende Herzuntersuchung
- eine Laboruntersuchung
- eine bildgebende Untersuchung:
- Ultraschall
- Röntgen
- CT
Die Befunde der Voruntersuchung geben zusammen mit dem Alter, der Rasse des Tieres und dem geplanten Eingriff Aufschluss darüber, welches Narkoseverfahren für welchen Eingriff am Tier das sicherste ist.
Sedation
Sedation ist eine kurze Beruhigung des Tieres. Sie erlaubt kurze Untersuchungen, beispielsweise der Augen, Ohren und des Maulbereichs, sowie Röntgenuntersuchungen, die das Tier ansonsten eventuell nicht zulassen würde.
Injektionsnarkose
Die Injektionsnarkose ist für sehr kleine, kurze Eingriffe vorgesehen. Außerdem ist sie die Voraussetzung für eine anschließende Inhalationsnarkose.
Inhalationsnarkose
Bei der Inhalationsnarkose wird ein Atemschlauch, ein sogenannter Endotrachealtubus, in die oberen Atemwege des Patienten eingebracht. Dadurch kann der Patient mit Sauerstoff und Narkosegas, konkret Isofluran, versorgt werden. Das Narkosegas wirkt über den Gasaustausch in der Lunge.
Gegenüber einer reinen Injektionsnarkose liegt der Vorteil darin, dass die Narkose bei längeren Operationen besser steuerbar ist und der Patient schneller wieder wach wird.
Bei Heimtieren kann die Inhalation auch als Kurznarkose eingesetzt werden. Dafür werden die Tiere in eine spezielle Narkosebox gesetzt, die mit dem Narkosegas geflutet wird, sodass die Tiere langsam einschlafen.
Narkoseeinleitung
Bei der Narkoseeinleitung wird ein sogenannter Venenverweilkatheter gelegt. Dieser ermöglicht es, Medikamente kontrolliert zu verabreichen und das Tier während der Narkose mit Flüssigkeit und Elektrolyten zu versorgen.
Bei Hunden können die Besitzer bei der Narkoseeinleitung dabei sein, da Hunde erfahrungsgemäß ruhiger einschlafen, wenn eine Bezugsperson an ihrer Seite ist. Die Anwesenheit der Besitzer ist jedoch nicht verpflichtend.
Bei Katzen und Heimtieren ist die Einschlafphase ruhiger, wenn sie in abgedunkelten Räumen in Ruhe und ohne äußeren Einfluss stattfinden kann.
Nach Abschluss der Narkoseeinleitung werden Hunde und Katzen in der Regel intubiert. Dabei wird ein Atemschlauch in die Luftröhre gelegt. Dies geschieht auch dann, wenn keine Inhalationsnarkose benötigt wird, damit Sauerstoff zugeführt und das Tier bei Bedarf an die Narkosemaschine angeschlossen oder beatmet werden kann. Dies dient als zusätzliche Sicherheit vor Narkosezwischenfällen.
Monitoring
Für die Überwachung einer Narkose stehen mehrere technische Geräte zur Verfügung. Unter Monitoring beziehungsweise Überwachung wird jedoch nicht nur der Einsatz von Geräten verstanden, sondern auch und besonders der Einsatz speziell geschulter Mitarbeiterinnen.
Zur Gewährleistung der größtmöglichen Sicherheit wird meist beides kombiniert. Wenn Komplikationen auftreten, sollen diese erkannt und schnellstmöglich die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden. Die Form der Narkoseüberwachung wird speziell auf jeden Patienten abgestimmt.
Beatmung
Bei längeren und/oder kritischen Operationen besteht die Möglichkeit, Hunde, Katzen und Heimtiere kontrolliert maschinell oder manuell über den Endotrachealtubus zu beatmen. Der Endotrachealtubus ist ein Atemschlauch in der Luftröhre.
Zu diesem Zweck verfügt die Praxis über 5 Dräger Narkosegeräte, 3 davon mit der Möglichkeit zur maschinellen Beatmung. Die Beatmung ermöglicht eine bessere Steuerung der Narkose, beispielsweise der Narkosetiefe, und damit eine schonendere Gestaltung.
Zusätzlich kann durch die Beatmung bei längeren oder schwierigeren Operationen das erhöhte Risiko enorm gesenkt werden. Der Tubus verhindert außerdem das versehentliche Einatmen von Erbrochenem, Blut oder Speichel in die Luftröhre. Unter anderem aus diesem Grund werden auch Patienten intubiert, die nicht an das Narkosegerät angeschlossen werden müssen.
Aufwachphase
Die Aufwachphase ist eine der kritischsten Phasen einer Narkose. Deshalb findet sie in Ruhe in der Aufwachstation statt und wird permanent überwacht. Dadurch kann das Tier während dieser Phase optimal versorgt werden.
Um das Risiko für die Besitzer zu Hause zu minimieren, werden ausschließlich wache Patienten entlassen.
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